Epik in der deutschen Literatur

Epik in der deutschen Literatur

Epik in der deutschen Literatur

In etwa seit der Zeit der Renaissance wird die Literatur in drei Kategorien oder Grundformen eingeteilt: Epik, Lyrik und Dramatik. In Deutschland hat sich diese Dreigliederung erst seit dem 18. Jahrhundert durchsetzen können, vor allem durch die prominente Unterstützung des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Epik, Lyrik und Dramatik sind bei Goethe sogenannte Naturformen der Dichtung, die sich durch bestimmte Wesensmerkmale voneinander abgrenzen lassen.

Lyrik ist der Oberbegriff für Gedichte, die sich vor allem durch äußere Merkmale wie Vers, Versmaß und Strophenbau klassifizieren lassen und von den anderen Grundformen unterscheiden. Die Dramatik hingegen, die heute eine sehr weit definierte Form erlaubt, ist in ihrem Grundmerkmal eine Darstellung der Handlung durch Dialoge.

So werden sie bestimmt durch eine Erzählinstanz, die den Handlungsverlauf vermittelt und einen Erzählgegenstand, der auch Plot genannt wird. Die Länge der erzählenden Texte ist für die Kategorisierung des Genres nicht von Relevanz, zur Epik zählen sowohl kurze Fabeln und Kurzgeschichten als auch Romane.

Die Bedeutung der Epik im heutigen Deutschland: Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten ist die Epik mittlerweile die wohl beliebteste literarische Form in Deutschland, welche die breiteste Rezeption findet. Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Romane erfreuen sich einer großen Beliebtheit beim Leserpublikum. Vor allem der Roman, der so verschiedene Subgenres wie Kriminalroman, Thriller, Liebesroman, Historienroman oder Gesellschaftsroman umfasst, ist eine sehr häufig gelesene Gattung. Der Epik gelingt es im Unterschied zur Lyrik und zur Dramatik am besten, durch einen narrativen Faden und miteinander verknüpfte Geschehnisse, die aus einer bestimmten Perspektive geschildert werden, eine fiktive Welt zu schaffen.
Die epische Literatur erfährt auch medial große Aufmerksamkeit, so besprechen die großen Tages- und Wochenzeitungen regelmäßig neue Romane und Erzählungen.

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