Die Sozialversicherung in Deutschland

Die Sozialversicherung ist ein Versorgungssystem, welches auf einer Versicherungspflicht beruht.

Die Sozialversicherung ist ein Versorgungssystem, welches auf einer Versicherungspflicht beruht.

Die Sozialversicherung gibt es bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die gesetzliche Krankenversicherung wurde 1883 von Reichskanzler Bismarck eingeführt.
Die Pflegeversicherung war eine der letzten Versicherungen, die 1995 in Kraft trat.
Die Sozialversicherung ist ein Versorgungssystem, welches auf einer Versicherungspflicht beruht. Sie wurde vom Staat für Arbeiter und Angestellte geschaffen. Sie soll bestimmte Risiken verhindern und eventuelle Verluste des Arbeitnehmereinkommens teilweise ausgleichen.
Die Sozialversicherung dient als wichtiges Instrument, um dem Bürger eine soziale Sicherung zu geben.
Die Sozialversicherung umfasst die Bereiche der Arbeitslosenversicherung (AV), der Rentenversicherung (RV) sowie der Unfallversicherung (UV). Ebenso gehören die Kranken- und Pflegeversicherung (KV, PV) dazu.
Die Sozialversicherung greift ein, wenn einer der genannten Versicherungsfälle eintritt und soll damit den sozialen Stand des Arbeitnehmers sichern.
Sie ist ausschließlich auf Arbeitnehmer ausgerichtet. Selbstständige haben die Möglichkeit, freiwillig in eine Sozialversicherung einzubezahlen (ausgenommen ist die Pflegeversicherung, die einen Pflichtbeitrag hat).
Je nach Versicherungsfall greifen bei einer Auszahlung verschiedene Behörden ein, wie zum Beispiel die Bundesanstalt für Arbeit im Falle von Arbeitslosigkeit oder die Krankenkasse bei Krankheit.
Da in Deutschland das System der sozialen Sicherung der Arbeitnehmer besteht, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten.
Zusammengesetzt wird der Beitrag aus dem Bruttolohn des Arbeitnehmers und prozentual auf die einzelnen Versicherungen aufgeteilt,  je 50 % vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer. ( KV=15,5%, RV=19,9%, AV= 3%, PV=1,95%,2,2% für Kinderlose). Die Beiträge zur Unfallversicherung werden direkt an die Berufsgenossenschaft gezahlt, die anderen Beiträge werden an die Krankenkasse des Arbeitnehmers entrichtet, welche dann die entsprechenden Beiträge an die Bundesanstalt für Arbeit und den Rentenversicherungsträger weiterleitet.
Ungeachtet der Höhe der Einzahlungen erhalten alle Arbeitnehmer die gleiche Versicherungsleistung im Versicherungsfall der Kranken- und Pflegeversicherung.
Dadurch wird für alle eine gute medizinische Grundversorgung gewährleistet.
Die Leistungen bei der Renten-, Arbeits- und Unfallversicherung richten sich nach den eingezahlten Beiträgen.
Die Sozialversicherung basiert also auf dem Solidaritätsprinzip und stellt einen sogenannten Generationsvertrag dar. Das heißt, die Risiken werden von jedem Mitglied getragen.
Träger der Sozialversicherung sind öffentlich-rechtliche Körperschaften.

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