Wie wird in einem Atomkraftwerk der Strom erzeugt?

Die neben einem Atomkraftwerk stehenden großen Kühltürme verhindern Wolkenbildung über dem Kraftwerk.

Die neben einem Atomkraftwerk stehenden großen Kühltürme verhindern Wolkenbildung über dem Kraftwerk.

Die Stromerzeugung in einem Atomkraftwerk wird mit Generatoren bewerkstelligt. Es handelt sich um die gleichen Geräte, wie sie auch in Kohle- und Gaskraftwerken zum Einsatz kommen. Jedenfalls ist das Grundprinzip gleich. Der Generator besteht aus einer Gerätehülle, in welche Spulen oder Magnete im feststehenden Stahlmantel verbaut sind. Man spricht beim Gehäuse auch vom sogenannten Stator. In seiner Mitte wird auf einer durch den Außenmantel geführten Achse ein Paket von Spulen oder Magneten drehbar eingebaut. Die Magnete können als Permanentmagnete ausgeführt sein. Alternativ kommen Elektromagnete zum Einsatz, die letztlich nichts anderes als Spulen um einen Metallkern darstellen.

Je nach Anzahl und Art der Wicklungen im Generator muss er mit einer bestimmten Geschwindigkeit gedreht werden, damit Strom entsteht. Schneidet eine Spule ein Magnetfeld, wird in der Spule eine Spannung induziert. Diese erzeugt dann den Stromfluss. Es spielt keine Rolle, ob der Magnet oder die Spule bewegt wird. Wichtig ist die Bewegung durch die Magnetfeldlinien. Entscheidend für die Stromerzeugung ist nun die Kraft des Antriebes für die Drehbewegung im Generator. Sie wird im konventionellen und im Atomkraftwerk gleichermaßen mit Dampf erledigt. Um Dampf mit hohem Druck zu erhalten, benötigt man Wasser und eine Hitzequelle. Der Dampf wird dann durch Druckleitungen auf den Antrieb der Generatorwelle geleitet und bewegt sie. Anschließend entweicht der Dampf ins Freie.

Im Atomkraftwerk wird der Strom also ebenso wie in einem konventionellen Kraftwerk erzeugt. Als Wärmequelle zur Erzeugung des Wasserdampfes dient die ungeheure Gewalt der atomaren Reaktion. So erklären sich die neben einem Atomkraftwerk stehenden großen Kühltürme. Sie verhindern Wolkenbildung über dem Atomkraftwerk. Oft sind Kernkraftwerke direkt an Flussläufe gebaut, weil sie große Mengen Kühlwasser benötigen. Ein Atomkraftwerk ist immer in einen atomaren und einen konventionellen Teil gespalten. Nur ganz wenige Bauformen belasten den Dampf mit Radioaktivität. Dann wird er in geschlossenen Systemen gekühlt und nicht ins Freie entlassen.

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