Wie verfasse ich eine ordnungsgemäße Kündigung?

Die Kündigung sollte immer schriftlich formuliert werden. Nur so kann sie im Streitfall nachgewiesen werden.

Eine Kündigung richtet sich nach der maßgeblichen Kündigungsfrist. Die Kündigungsfrist wiederum richtet sich nach dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis. Bei einem Mietvertrag muss die Kündigung bis zum dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats erfolgen, bei einem Arbeitsverhältnis kann mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende gekündigt werden. Die Vertragsparteien können im Vertrag aber auch eine individuelle Kündigungsfrist vereinbaren, die die gesetzlichen Kündigungsfristen aber nicht unterschreiten darf. In vielen Verträgen finden sich die genauen Kündigungsfristen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wichtig ist, dass die Fristen genau berechnet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass eine Kündigungsfrist von vier Wochen nicht mit einer Kündigungsfrist von einem Monat gleichzusetzen ist. Die Zahl der Tage ist meist unterschiedlich.

Die Kündigung sollte immer schriftlich formuliert werden. Nur so kann sie im Streitfall nachgewiesen werden. Es ist darauf zu achten, dass der Adressat richtig bezeichnet wird. Damit der Empfänger die Kündigung zuordnen kann, empfiehlt es sich, eine Vertragsnummer oder Kundennummer anzugeben. Zur Wirksamkeit ist die Kündigungserklärung immer persönlich zu unterschreiben.

Ferner muss die Kündigungserklärung dem Kündigungsempfänger immer innerhalb der Kündigungsfrist auch zugehen. Es genügt nicht, sie bei der Post aufzugeben. Verzögerungen bei der Postzustellung sind immer einzukalkulieren. Im Idealfall wird die Kündigungserklärung dem Vertragspartner persönlich übergeben. In diesem Fall kann und sollte er die Entgegennahme der Kündigung schriftlich auf einer Kopie der Kündigungserklärung quittieren. Wird die Kündigung mit der Post verschickt, empfiehlt es sich, ein Einschreiben ohne Rückschein zu verwenden. Bei einem Einschreiben mit Rückschein trägt der Versender das Risiko, dass der Empfänger die Annahme verweigert. Dann gilt die Kündigung als nicht zugegangen. Bei einem einfachen Einschreiben hingegen lässt sich der Zugang online im Internet nachverfolgen. Es empfiehlt sich, die betreffende Internetseite vorsorglich auszudrucken. Derjenige, der die Kündigung erklärt, sollte den Kündigungsempfänger höflich darum bitten, ihm den Eingang der Kündigungserklärung zu bestätigen.

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