Mobbing am Arbeitsplatz? Das sind Ihre Rechte

Nicht selten bekommt die gemobbte Person kränkende Arbeitsaufgaben und wird von den Anderen ausgegrenzt.

Nicht selten bekommt die gemobbte Person kränkende Arbeitsaufgaben und wird von den Anderen ausgegrenzt.

Unter Mobbing wird das Belästigen, Schikanieren, Beleidigen und Ausgrenzen verstanden. Am Arbeitsplatz geschieht dies oft durch Gleichgestellte, Vorgesetzte oder untergebene Mitarbeiter.
Nicht selten bekommt die gemobbte Person kränkende Arbeitsaufgaben und wird von den Anderen ausgegrenzt.
Mobbing am Arbeitsplatz tritt häufig dann auf, wenn Firmen fusionieren oder auch bei allgemeiner Unzufriedenheit.
Als Folge von Mobbing wird die Arbeitsleistung herabgesetzt, die Betroffenen sind oft gereizt, leiden an Schuldgefühlen und leben isoliert. Nicht selten verfallen sie in Depressionen.
Ist man vom Mobbing betroffen, stehen gewisse Möglichkeiten und Rechte zur Verfügung. Wichtig ist natürlich als erstes zu klären, ob im Betrieb selbst Unterstützung, zum Beispiel durch einen Ansprechpartner, den Betriebsarzt oder den Betriebsrat zur Verfügung steht.
Zu unterscheiden gilt auch, ob das Mobbing von Kollegen oder von Vorgesetzten ausgeht.
Eine sofortige gerichtliche Maßnahme sollte vermieden werden, denn nicht immer bewältigt diese Maßnahme die Situation. Verliert das Mobbingopfer, so wird der Mobber eventuell noch in seinem Handeln bestärkt.
Kommt es zu strafbaren Handlungen, wie zum Beispiel Tätlichkeiten oder Nötigung, hat das Mobbingopfer die Möglichkeit, die Tat strafrechtlich zu belangen.
Handelt es sich um Belästigungen, wie zum Beispiel Anschreien oder Verweigerung von Gesprächen kann in der Regel keine Strafanzeige gestellt werden. In diesem Fall ist der Vorgesetzte zu unterrichten.
Ist der Vorgesetzte selbst der Mobber, so kann der Arbeitnehmer Unterlassung in Anspruch nehmen und ihn strafrechtlich belangen, wenn Belästigungen oder Beleidigungen angewandt werden.
Im Falle von Anschreien oder Ausgrenzung wird ein sogenanntes Mobbingtagebuch geführt. Dabei werden Beweise gesammelt und schriftlich darauf hingewiesen, dass der diskriminierende Zustand geändert werden muss.
Der Arbeitnehmer hat das Recht, die Arbeit für die Dauer des Mobbings zu verweigern. Auch das Recht der fristlosen Kündigung kann der Arbeitnehmer in Anspruch nehmen, wenn Seitens der Vorgesetzten auf mehrere schriftliche Verweise hin nichts unternommen wurde, um die Situation zu verbessern.
Tritt durch das Mobbing eine gesundheitliche Beeinträchtigung auf, so kann der Arbeitnehmer sogar Schadensersatz verlangen.

 

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