Das Wasser- und Schifffahrtsamt

EIn beladenes Transportschiff

EIn beladenes Transportschiff

Das Wasser und Schifffahrtsamt regelt sowohl den Binnen- als auch den Seeschiffsverkehr und verwaltet die deutschen Wasserstraßen. Die Behörde nimmt dabei zahlreiche unterschiedliche Aufgaben wahr.

Das Wasser und Schifffahrtsamt erteilt Bootszeugnisse und amtliche Kennzeichen, regelt den Ausbau und den Erhalt der Wasserwege und der bundeseigenen Häfen, betreibt Leuchttürme, Bojen und sonstige Schifffahrtszeichen, gibt Wasserstandsmeldungen heraus und sorgt für die Eisbeseitigung im Winter.

Darüber hinaus ist das Wasser und Schifffahrtsamt für die Sicherheit des Schiffsverkehrs sowie die Brand- und Schadstoffbekämpfung bei Schiffsunfällen zuständig. Es übernimmt auch das Abschleppen havarierter Schiffe. Die Schifffahrts- und die Strompolizei unterstehen ebenfalls dem Wasser und Schifffahrtsamt.

Eine weitere Aufgabe des Wasser und Schifffahrtsamts ist Förderung der deutschen Binnen- sowie der Handelsflotte.

Organisatorisch untersteht das Wasser und Schifffahrtsamt dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und beschäftigt gegenwärtig rund 12000 Mitarbeiter.

Wann benötigt man das Wasser und Schifffahrtsamt?

Wer die deutschen Wasserwege befahren möchte, muss dafür in der Regel eine Lizenz des Wasser und Schifffahrtsamtes beantragen. Alle größeren Wasserfahrzeuge benötigen zudem ein amtliches Kennzeichen der Schifffahrtspolizei.

Darüber hinaus regelt das Wasser und Schifffahrtsamt sämtliche Bauvorhaben an deutschen Wasserwegen. Neben Großvorhaben wie dem Hafen- und Tunnelbau oder die Vertiefung von Fahrrinnen gehören dazu auch kleinere Projekte wie der Bau von Brücken oder Unterwasser-Leitungen, die Einrichtung von Anlegestellen wie zum Beispiel Ufertreppen, Landebrücken oder Fährrampen, das Anlegen von Bauwerken zur Wasserentnahme oder -einleitung oder auch Sandumlagerungen und Uferbefestigungen.

Auch wer einen Bootsverleih oder eine Badeanstalt betreiben möchte, braucht dafür eine Genehmigung vom Wasser und Schifffahrtsamt. Bergungsmaßnahmen sind ebenfalls genehmigungspflichtig.

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