Der Rauchmelder – Deshalb sollte jede Wohnung einen haben

 ID:94536251Was ist ein Rauchmelder?

Bei einem Rauchmelder handelt es sich um ein Gerät, welches bei einem Brand einen Alarm auslöst. Es gibt verschiedene Technologien zum Erkennen von Flammen oder Rauch. Daher werden Rauchmelder in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es gibt optische und photoelektrische Rauchmelder. Diese sind in den meisten Haushalten vertreten. Sie werden mit Batterien betrieben. Innerhalb der im Haus gängigen Luftzusammensetzung gibt es keine Teilchen, welche Photonen reflektieren. Kommen nun Schwebeteilchen – wie Rauch – hinzu, wird der Lichtstrahl gestreut. Daraufhin erfolgt ein hörbarer Signalton.

Weiterhin gibt es Ionisationsrauchmelder. Derartige Geräte erkennen den Rauch mittels radioaktiver Strahlung. Diese Rauchmelder funktionieren auf andere Art und Weise als die photoelektrischen Rauchmelder. Es gibt zwei Metallplatten, in deren Mitte sich die normale Luft befindet. Dabei werden Ionen zwischen den Platten erzeugt. Das geschieht durch Alphastrahlen. Es fließt Strom. Rauchpartikel ziehen die Ionen an und verringern den elektrischen Fluss.

Diese Verringerung sorgt dafür, dass ein Alarm ausgelöst wird. Da hierbei Radioaktivität zum Einsatz kommt, werden von den verschiedenen Firmen in diesem Bereich beinahe ausschließlich photoelektrische und optische Rauchmelder produziert. Radioaktive Strahlung hat Eigenschaften, welche sich schädlich auf den menschlichen Organismus auswirkt. Sie kann zu Krebs, Missbildungen bei Neugeborenen und zu anderen Erkrankungen führen.

Welche rechtlichen Hintergründe gibt es?

In Deutschland gibt es eine Regelung, welche sich mit dem Gebrauch von Rauchmeldern beschäftigt. Danach sind Hauseigentümer, Firmeninhaber und Vermieter eines Neubaus zur Installation von Rauchmeldern verpflichtet. Mittlerweile gilt jenes Gesetz auch für bestehende Wohnungen und Wohnhäuser. Wer diese nicht binnen einer gewissen Frist mit Rauchmeldern ausstattet, wird mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Die gesetzlichen Anforderungen sehen vor, dass eine ausreichende Anzahl diverser Rauchmelder in Gebäuden installiert wird. Bezieht sich dies auf Wohngebäude, sollten die Melder vor allem in

  • Kinderzimmern,
  • Schlafräumen,
  • Wohnzimmern,
  • Küchen,
  • Rettungswegen und
  • Fluren

angebracht werden. Allerdings gelten in den einzelnen Bundesländern andere Gesetze. In Deutschland gibt es keine Institution, welche die Anbringung von Rauchmeldern überprüft. Dennoch ist es wichtig, dass Sie als Hausbesitzer oder Vermieter für den eigenen und den Schutz Ihrer Mitmenschen sorgen. Wenn es zu einem Brand kommt und Ihre Mieter dabei ums Leben kommen, werden Sie mit einem Strafverfahren rechnen müssen – sofern vorab keine funktionierenden Rauchmelder angebracht wurden. Apropos funktionieren: Ein Rauchmelder wartet sich nicht selbst. Überprüfen Sie die Funktionalität der Geräte und sorgen Sie in regelmäßigen Abständen für die Anbringung neuer Batterien.

Die Landesbauordnung Rheinland-Pfalz vom 24. November 1998 (GVBl. S. 365), regelte als erste Überhaupt den Einsatz von Brandmeldeanlagen (§ 44 wird folgender Absatz 8 angefügt):

„(8) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“

 

Wie viele Rauchmelder sollte man anbringen?

ID:93998906Wie bereits erwähnt wurde, hat der Gesetzgeber die Anzahl von Rauchmeldern genau festgelegt. Dieser Schutz gilt jedoch lediglich als ausreichend. Wer für einen guten Rundumschutz sorgen will, sollte auch in anderen Räumen Rauchmelder anbringen. Das bedeutet, dass auch im elterlichen Schlafzimmer ein Gerät vorhanden sein muss. Weiterhin ist im Wohnbereich ein Rauchmelder anzubringen. Hier befinden sich häufig Kerzen und vor allem technische Geräte. Natürlich darf auch in der Küche kein Rauchmelder fehlen. Gerade hier wird mit heißen Speisen hantiert. Weiterhin verfügt der Backofen über Starkstrom, was bei einem Kabelbrand nicht ungefährlich ist.

Worauf muss man bei Rauchmeldern achten?

Achten Sie darauf, dass das Gerät an einer Stelle angebracht wird, die von Rauch schnell erreicht werden kann. Hersteller empfehlen Ihnen die Anbringung an der Decke. Schrauben Sie Ihr Gerät nicht an senkrechten Wänden an. Wenn es sich um das Wohnzimmer handelt, ist die Installation in der Mitte des Raumes wichtig. Wechseln Sie regelmäßig die Batterien aus und testen Sie das Gerät nach dem Kauf.

Was kosten ein Rauchmelder?

Rauchmelder gibt es zu niedrigen und zu hohen Preisen. Ein Gerät für fünf Euro muss nicht schlechter sein als eines für 1000 Euro. Belesen Sie sich zu den unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Geräte, indem Sie Rezensionen zu den favorisierten Produkten aufrufen. Informieren Sie sich genau über die Produkteigenschaften. Diese finden Sie im Datenblatt der Homepage des Herstellers. Rauchmelder gibt es in größeren Supermärkten, in Baumärkten, in Elektrofachgeschäften und im Internet zu kaufen. Beschränken Sie sich auf ein Markengerät eines Herstellers, welcher einen guten Service bietet.

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