Wikipedia – Wissen ist Macht!

wikipediaDie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist auf der gesamten Welt bekannt. Für die meisten Menschen ist sie die erste Anlaufstation, wenn es um Informationen rund um die unterschiedlichsten Themen geht.

Zudem ist sie für die Recherche wichtig und eine Datenbank des Wissens von Menschen auf der gesamten Welt. Während es für den User natürlich bequem ist, sich einfach und schnell Infos auf der Seite zu suchen, ist die Geschichte hinter dem Online-Lexikon komplex. Im Laufe der Jahre haben sich die verschiedensten Geschichten angesammelt, die die Plattform zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

 

Was ist Wikipedia?

Bei der Wikipedia handelt es sich um ein freies und für jeden zugängliches Lexikon. Die Sammlung an Wissen umfasst die verschiedensten Themen und bietet quellenbezogene Informationen rund um die unterschiedlichsten Suchbegriffe. Als Enzyklopädie hat sich die Seite im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Sammlungen an Informationen und Dokumenten entwickelt. Sie wird sowohl als Angabe von Quellen in der Forschung genutzt als auch in privaten Bereichen, in denen sich die Besucher frei und kostenlos über ganz verschiedene Themen informieren können. Der entscheidende Punkt ist, dass die Sammlung nicht von einer einzelnen Person geleitet wird.

Zwar steckt eine Stiftung hinter dem Portal und seinen Diensten, allerdings basiert Wikipedia vor allem auf der Arbeit der Benutzer. Es sind die Nutzer selber, die die Inhalte bearbeiten und einpflegen können. Gleichzeitig sind es auch die Benutzer der Webseite, die dafür sorgen, dass die Inhalte gepflegt werden und im besten Fall nur mit echten und richtigen Informationen bestückt werden.

Das Lexikon profitiert in seiner Ganzheit also vor allem von dem Wissen der Nutzer und von der freiwilligen Arbeit, die die Benutzer und die Administratoren nutzen. Zudem basiert die gesamte Finanzierung der Seite auf Spenden, was Unabhängigkeit in allen Bereichen sicherstellen soll.

Wann, von wem und mit welcher Idee wurde die Seite gegründet?

Gegründet wurde die Seite bereits im Jahr 2001 und entwickelte sich schnell zu einer der am meisten besuchten Seiten im gesamten Internet. Da das Lexikon inzwischen in den verschiedensten Sprachen zur Verfügung steht, gibt es natürlich Zugriffe aus den verschiedensten Ländern und Informationen, die sich auch bei den verschiedenen Regionen ganz anders entwickeln können. Der Gründer selbst war Jimmy Wales, der nach seiner eigenen Aussage mit Wikipedia vor allem eine Seite gründen wollte, in der das Lexikon vollkommen frei erreichbar ist und sich dem Einfluss von Unternehmen entziehen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt war bereits seit der Gründung, dass es vor allem die User sind, die für die Generierung und die Überwachung der Inhalte verantwortlich sind. Das soll die Zahl der Fehler minimieren und den Standpunkt der Unabhängigkeit noch weiter vertiefen. Dadurch ist die Seite aber bereits seit ihrer Gründung auf finanzielle Unterstützung durch Spenden in der gesamten Welt angewiesen.

Wie genau funktionieren die Inhalte in der Wikipedia?

Wikipedia wird ständig und fortlaufend unter die Lupe genommen.

Wikipedia wird ständig und fortlaufend unter die Lupe genommen.

Die Erstellung und die Pflege der Inhalte ist alleine in der Hand der unterschiedlichen Benutzer. Wer zum Beispiel einen Artikel zu einem bestimmten Thema einpflegen möchte, muss sich nur einen Account auf der Webseite erstellen und erhält einen direkten Zugriff auf die unterschiedlichen Werkzeuge, die für die Pflege verantwortlich sind. Wichtig bei der Erstellung der Inhalte ist jedoch, dass auf die verschiedensten Richtlinien geachtet wird, die bei den verschiedenen Themen entscheidend sind. Im Laufe der Jahre hat die Gemeinschaft der Nutzer sehr hohe Maßstäbe an die Qualität angelegt, womit sichergestellt sein soll, dass nur die besten und hochwertigsten Artikel angeklickt werden können. Einige Beispiele für die Punkte, die bei der Erstellung und bei der Bearbeitung von Inhalten beachtet werden müssen:

  • Die Artikel müssen eine generelle Relevanz haben. Eine Nennung eines Namens in einer lokalen Zeitung würde nicht ausreichen, um für Wikipedia interessant sein.
  • Alle relevanten Informationen müssen sich mit externen Quellen in Hinblick auf Wahrheit nachweisen lassen.
  • Eine neutrale Tonart ist wichtig. Wiki darf nicht für Werbung bei Produkten und Marken genutzt werden.

Die Informationen in dem Lexikon sollen also der Wahrheit entsprechen und zudem keine Werbung beinhalten. Daher ist die Bearbeitung und Überprüfung durch die Nutzer ebenso wichtig wie die finanzielle Unabhängigkeit bei der Finanzierung der Seite und der Server. Nachdem ein Inhalt erstellt oder bearbeitet wurde, ist es in der Hand der Administratoren, die Inhalte zu überprüfen und für die Welt freizugeben.

Wieso sind so wenig Fehler in den Artikeln zu finden?

Eines der wichtigsten Markenzeichen des Lexikons im Internet ist es, dass die Artikel eine sehr hohe Qualität aufweisen. Das ist nicht nur in Hinblick auf die Schreibweise wichtig, sondern in den meisten Fällen auch für die Möglichkeit der Überprüfung der Fakten. In sehr vielen Fällen kann man sich beinahe sicher sein, dass die Angaben auf der Webseite der Wahrheit entsprechen. Zwar gibt es natürlich eine entsprechende Quote an möglichen Fehlern, diese ist aber vergleichsweise gering. Der Grund dafür liegt in der sogenannten Schwarmintelligenz. Da prinzipiell jeder die Möglichkeit hat, die verschiedenen Inhalte zu erstellen und zu bearbeiten, gibt es natürlich auch eine sehr hohe Möglichkeit dafür, dass die Fehler entdeckt werden. Es muss nur jemand auf den Artikel stoßen und diesen Fehler korrigieren – im besten Fall mit der Untermalung durch eine bestimmte Quelle.

Dadurch, dass sich die verschiedenen Nutzer also gegenseitig kontrollieren und es möglich ist, Fehler schnell zu entdecken und zu bereinigen, kann eine hohe Qualität bei den Fakten gewährleistet werden.

Wer ist für die Kontrolle der Artikel zuständig?

Neben den einzelnen Nutzern – auch jenen, die keinen eigenen Account bei der Seite haben – gibt es eine feste Hierarchie für die Bearbeitung von Inhalten bei Wikipedia. So gibt es für bestimmte Bereiche einzelne Admins. Diese haben sich in der Vergangenheit durch eine besonders hohe Qualität der Inhalte ausgezeichnet und übernehmen die Partnerschaft über bestimmte Rubriken auf der Seite. Die Admins sind es, die die Bearbeitung und die Erstellung der Inhalte kontrollieren.

Sollte gegen die Richtlinien verstoßen werden, gibt es unnötige Diskussionen oder sind falsche Behauptungen in den Artikeln zu finden, ist es an diesen Administratoren, die entsprechende Kontrolle vorzunehmen. So sollen vor allem User, die Schleichwerbung einbauen wollen oder auch eine aufkommende Anzahl an sog. Abmahnfotografen aufgedeckt werden (siehe Extra).

Durch dieses System werden die Benutzer ein weiteres Mal kontrolliert und die verschiedenen Maßstäbe für die Inhalte noch einmal mehr garantiert.

Wie wird sich Wikipedia in der Zukunft entwickeln?

Auch in der Zukunft wird das Portal mit seinen Inhalten zu den ersten Stationen für die verschiedensten Themen gehören. Derzeit sind es vor allem die finanziellen Probleme, die immer wieder Probleme machen. Bei der Generierung von Spenden müssen neue Möglichkeiten erschlossen werden, damit der Betrieb der Seite sichergestellt wird. Auch muss man sich neu entwickeln und dafür sorgen, dass die hohen Maßstäbe bei der Qualität weiter eingehalten werden. Davon ab bleibt Wikipedia wohl auch in der Zukunft eine der beliebtesten Seiten im Internet und eine der ersten Anlaufstationen, wenn es um die Information und um die Recherche geht.

EXTRA: Abmahnfotografen und Linkplatzierung bei Wikipedia.

Aufgrund der  hohen Seriosität und der Offenheit von Wikipedia, wird natürlich in besonders ausgeprägter Weise versucht, Einfluss zu nehmen, oder sogar Geld mit Wikipedia zu verdienen.

Ein Beispiel ist der Linkaufbau, bei dem versucht wird, z.B. als Quelle eine Unternehmensseite zu platzieren, auf die User gelangen, wenn Sie weitere Informationen benötigen oder Quellen prüfen wollen.

Ein weiterer Bereich ist der der sogenannten Abmahnfotografen. Diese stellen Bilder unter der Creative Commons  (“CC-BY-SA-3.0″) Lizenz zu Artikeln ein und verklagen jeden, der diese Nutzt und einen technischen Fehler macht oder diese nicht richtig auszeichnet.

Die Bilddatenbank von Wikipedia ist nämlich die größte kostenlose Datenbank: Es gehört zu den Grundprinzipien von Wikipedia, dass alle Inhalte für jeden zugänglich und auch nutzbar sind (bis auf einige wenige Ausnahmen). Doch durch diese Tricks haben sich Abmahnfotografen wie beispielsweise ein User namens Harald Bischoff einen Namen gemacht und nutzen das Prinzip Wikipedia aus.

Mit hohen Abmahnsummen versuchen sie Seitenbetreiber im Internet zu verklagen, die die freien Bilder nutzen und einen Fehler bei der Auszeichnung machen, oder legen einfach Fehler zugrunde, die rechtlich nicht eindeutig sind (z.B. werten diese oft eine korrekte Auszeichnung des Bildes durch einen Mouseover, also ein sich öffnendes Fenster, beim überfahren mit der Maus, als nicht korrekt aus) und hoffen darauf, dass einige die utopischen Summen bezahlen, wenn ein anwaltliches Schreiben in der Post auftaucht…

 Bildquelle: Bigstock

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