Fernstudium 2.0 – Fernstudium früher und heute

Fernstudium 2.0 heisst auch digitale Lernen

Fernstudium 2.0 heisst auch digitale Lernen

Das Prinzip eines Fernstudiums ist unverändert geblieben. Die Studenten müssen nicht persönlich im Hörsaal erscheinen, sondern können ihr Lernmaterial zu Hause durcharbeiten. Ansonsten hat sich im Bereich des Fernstudiums allerdings sehr viel verändert. Ein wesentlicher Nachteil ist früher die verzögerte Kommunikation gewesen. Telefongespräche und Briefe waren die einzige Möglichkeit der Absprache. Die Studenten waren folglich im Wesentlichen auf sich allein gestellt, untereinander kaum vernetzt und mit wenig Kontakt zu den Dozenten.

Als Materialien standen zudem vor allem Mappen, Bücher und Texte zur Verfügung. Durch den Erfolg der modernen Kommunikationstechnik kennen Fernstudenten von heute diese Probleme nicht mehr. Vor allem durch das Internet gelingen Vernetzung, Austausch und Lernen heute wesentlich besser und einfacher als noch vor einigen Jahren.

Technische Neuerungen für ein effizienteres Lernen

Auch Studenten eines Fernstudiengangs können heute Problemlos an Vorlesungen teilnehmen – nur eben nicht im Hörsaal, sondern im Internet. Viele Fachrichtungen bieten solche virtuellen Kurse an. Dazu werden erklärende Videos, zum Teil Mitschnitte von Vorlesungen ins Internet hochgeladen und den Studenten zur Verfügung gestellt. Vorteil ist, dass der Lernstoff nicht mehr allein aus den Unterlagen entnommen werden muss, sondern medial dargeboten gelernt werden kann.
Bewegte Bilder und erklärende Worte eines Dozenten können das Lernen nämlich wesentlich vereinfachen. In der gleichen Zeit können im Vergleich zu früher mehr Informationen aufgenommen und verarbeitet werden.
Auch die Kommunikation und der Austausch unter den Studierenden und mit den Dozenten gelingt besser, einfacher und schneller. Wichtiger Bestandteil studentischen Lebens und Lernens ist schließlich auch der Kontakt mit anderen Lernenden. Miteinander fällt es nicht nur leichter, zu lernen – die Studenten können sich Sachverhalte auch gegenseitig erklären und gemeinsam erschließen.

Distanzen überbrücken mit E-Mail, Skype und Co

Früher waren die Studenten in einem Fernstudiengang vor allem auch deshalb auf sich allein gestellt, weil die Studierenden eines Studiengangs über ganz Deutschland verteilt sind. Der Kontakt zwischen einem Lernenden aus Schleswig-Holstein mit einem Partner aus Bayern war kaum möglich. Einziges Mittel waren Telefon und Briefe – beides nicht besonders praktisch. Heute sind solche Entfernungen überhaupt kein Problem. In Internetforen, die oft auch von der Fernuni angeboten werden, können sich Studierende eines Studiengangs vom ersten Tag an zusammenfinden. E-Mails und Beiträge im Forum verteilen sich innerhalb von Sekunden deutschlandweit. Hinzu kommen die modernen Kommunikationsplattformen.

Programme wie Skype ermöglichen es zum Beispiel, sich nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Auch Videokonferenzen zwischen mehreren Lerneden können geschaltet werden. Auch andere Kommunikationswege wie Whatsapp-Gruppen werden heute gerne genutzt. Hier können auch Bilder, zum Beispiel von schwierigen Aufgaben oder zugehörigen Lösungswegen, übermittelt werden. Das Bild vom allein arbeitenden Studenten einer Fernuniversität ist also schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Für wen ist ein Fernstudium geeignet?

Viele Studiengänge werden von Fernuniversitäten oder Fernhochschulen angeboten. Vom Fitnessmanager über den Betriebswirt bis zum Chemietechniker werden heute viele Fachkräfte im Rahmen eines Fernstudiums ausgebildet. Die Zugangsvoraussetzungen sind so, wie an anderen Universitäten und Fachhochschulen auch. Zum Teil richten sich die Angebote auch an Personen ohne Abitur. Für wen ist das Prinzip einer Fernuniversität aber besonders gut geeignet?

Die Vorteile eines Studiums ohne Anwesenheit im Hörsaal sind folgende:

  • Die Studierenden können nebenbei arbeiten.
  • Ein Umzug an den Ort der Universität ist nicht nötig.
  • Durch entfallende Kosten, zum Beispiel für eine Studentenwohnung in einer teuren Großstadt, ist ein Fernstudium günstiger als eines vor Ort.
  • Es kann von jedem Ort aus studiert werden.
  • Die Zeiteinteilung ist flexibel und wird von den Studenten individuell festgelegt

Wer also seinen angestammten Wohnort nicht verlassen möchte oder kann, ist an einer Fernuniversität sehr gut aufgehoben. Zudem werden bestimmte Studiengänge nur an sehr wenigen Standorten angeboten. Viele Interessierte scheuen aber den Umzug in eine sehr weit entfernte, teure oder abgelegene Stadt. An einer Fernuniversität spielen diese Überlegungen keine Rolle. Insbesondere auch Berufstätige und Eltern schätzen die Flexibilität eines Fernstudiums.

Unterrichtsmaterialien werden digital: Das überwindet Distanz und schont die Umwelt!

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Worauf müssen sich Studierende in einem Fernstudium heute einstellen?

Heute wie früher fehlt der direkte Kontakt zu Dozenten und anderen Studenten. Wer in einem Fernstudiengang eingeschrieben ist, muss sich selbst regelmäßig motivieren, ausreichend zu lernen.

Heute sind die Kommunikationsmöglichkeiten allerdings so vielfältig und einfach, dass Rücksprache mit anderen Teilnehmern unproblematisch ist. Über die Schulter schauen, wird einem jedoch keiner. Auch gibt es Studiengänge, in denen die Studierenden von Zeit zu Zeit Tests online ablegen müssen. So wird gewährleistet, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ein gefordertes Lernniveau erreicht haben.

Dennoch gilt: In einem Fernstudium muss regelmäßig gründlich gelernt werden, um erfolgreich zu sein. Um die Möglichkeiten der modernen Informationstechnologie nutzen zu können, müssen außerdem ein geeigneter PC und ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen.

Präsenztage und Klausuren

Nicht alle Bestandteile eines Studiums können online abgehandelt werden. Für bestimmte Aufgaben ist es erforderlich, dass die Studenten vor Ort sind. Diese Zeiten sind allerdings auf ein Minimum begrenzt. Unabdingbar sind Präsenztage zum Erlernen praktischer Fähigkeiten und die Anwesenheit bei den Klausuren. Die Veranstaltungen und Klausuren sind meist an einem Wochenende oder gebündelt in wenige Blöcke aufgeteilt. Die Studierenden brauchen für diese Zeit eine Unterkunft, auch muss die An- und Abreise organisiert werden.

Viele Hochschulen, die ein Fernstudium anbieten, haben hierfür aber gesonderte Konditionen mit der Bahn ausgehandelt. Dank der modernen Kommunikationsformen ist es auch möglich, sich mit den Mitstudenten zu verabreden und beispielsweise gemeinsame Unterkünfte zu buchen. Die gemeinsame Zeit kann dann gleich für gegenseitige Hilfestellung aber auch gemeinsames Ausgehen genutzt werden.

Bildquelle: Bigstock

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