Die Überschrift: Das Erfolgsrezept bei Facebook

Überschriften in Blogs sind mehr als nur der Einstieg in ein Thema!

Überschriften in Blogs sind mehr als nur der Einstieg in ein Thema!

In einer Sekunde werden 7.402 Tweets auf Twitter veröffentlicht. Auf Facebook werden zur selben Zeit 136.000 Fotos hochgeladen, und 293.000 Postings veröffentlicht. Anders ausgedrückt: Man ist nicht der einzige, der seine Inhalte an den Mann bringen will. Aufmerksamkeit in Sozialen Netzwerken ist ein stark umkämpftes Gut. Wer hier punkten will, muss sich mit den Mechanismen der jeweiligen Plattformen auseinandersetzen und seine Beiträge entsprechend optimieren. Der mitunter bedeutendste Faktor hierbei ist eine starke Überschrift, die Lust auf mehr macht. Der Grund dafür liegt auf der Hand:

Nutzer scannen Überschriften

In einer Zeit, in der digitale Inhalte jederzeit und überall zur Verfügung stehen, und sich dem Nutzer regelrecht aufdrängen, werden uninteressante Artikel nicht mehr überflogen. Man öffnet sie schlichtweg nicht. Die Entscheidung, ob man einen Link anklickt, oder eben nicht, wird innerhalb von Sekunden getroffen. Umso wichtiger ist es also, seine eigenen Überschriften zu optimieren, und damit seine Klickraten zu erhöhen.

Eine Überschrift reicht nicht

Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Überschrift für jedes Format geeignet ist. Was sich auf Facebook in Kombination mit einem Posting super macht, führt auf der eigentlichen Webseite für Besucher, welche durch Google auf den Artikel gestoßen sind, vielleicht zu Verwirrung. Nutzen Sie daher die Metadaten und legen Sie auf Ihrer Seite unterschiedliche Titel für unterschiedliche Soziale Netzwerke fest.

5 Merkmale einer guten Überschrift

1. Sie beinhaltet Zahlen

Es gibt viele unterschiedliche Untersuchungen, die alle zum selben Ergebnis kamen: Artikel, in deren Überschriften Zahlen vorkommen, werden häufiger geklickt. Die Erklärungen zu diesem Phänomen weichen jedoch voneinander ab. Möglich ist, dass Zahlen in Überschriften erkennen lassen, wie lang ein Artikel ungefähr ist. Insbesondere sogenannte Listicles, also Artikel, die aus einer Liste bestehen, erfreuen sich großer Beliebtheit in Sozialen Netzwerken (z.B.: „13 Tipps gegen Liebeskummer“). Hier ist zu beachten: Nicht jedem User und jeder Zielgruppe gefällt das. Listicles sind bei älteren Konsumenten von News-Themen auch immer unbeliebter!

2. Sie ist nicht zu kurz, und nicht zu lang

Die optimale Länge für eine Überschrift auf Facebook liegt zwischen 8 und 12 Wörtern. Zu lange Überschriften werden abgeschnitten und sind nicht leicht zu lesen, während zu kurze Überschriften keine Aussagekraft besitzen und dementsprechend kein Interesse wecken.

3. Eine gute Überschrift erzeugt Emotionen

Jede Emotion, die mit einer Überschrift ausgelöst werden kann, ist ein absoluter Gewinn, der die Klickzahlen steigert. Doch solch eine Überschrift zu erstellen ist keine leichte Aufgabe – erst recht nicht, wenn man nur acht bis zwölf Wörter zur Verfügung hat. Ein psychologisches Phänomen, das an dieser Stelle nützlich ist, ist schlicht und ergreifend die Neugier. Denn wenn Menschen eine Lücke in ihrem Wissen feststellen, und diese schnell füllen können, so wollen sie das auch tun.

Beispiele für solche Überschriften findet man häufig bei der Zeitung die WELT. So betitelte sie die Tatsache, dass Donald Trumps Sohn einen Fehler in der Wahlkabine gemacht hat, mit:

„US-Wahl: Diesen fatalen Fehler hat Trumps Sohn bei der Stimmabgabe begangen“.

Hätten sie gleich in die Überschrift geschrieben, dass er verbotenerweise ein Foto seines Stimmzettels veröffentlicht hat, würde man wohl kaum noch ein Interesse an dem dazugehörigen Artikel haben.

Also: Machen Sie dem Leser klar, dass es im Artikel eine unglaublich nützliche und wichtige Information zu entdecken gibt, und sich alleine deshalb schon das Lesen lohnt.

4. Sie stellt Fragen

Fragen spielen auf das selbe Phänomen wie der vorhergehende Punkt an: Neugier. Achten Sie aber darauf, dass die Frage im dazugehörigen Artikel beantwortet wird, und für den Großteil Ihrer Leserschaft relevant ist.

5. In einer guten Überschrift kommen Schlüsselbegriffe vor

Während Google nach und nach gelernt hat, die Inhalte eines Artikels zu erfassen und darauf basierend Suchergebnisse zu erstellen, können Menschen nach wie vor nur durch das Überfliegen von Überschriften das wichtige und das unwichtige voneinander trennen. Verwenden Sie also wichtige Schlüsselbegriffe, die für Ihre Leser eine Bedeutung haben.

Auch die Printmedien wissen um die Magie der Überschrift!

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Bessere Überschriften auf Facebook

Zielgruppen-spezifisch

Der Vorteil von Facebook ist, dass jeder einzelne Leser ein Profil hat, das mehr oder minder viel über ihn verrät. Was sind seine demografischen Merkmale, wo wohnt er, was bewegt ihn, wem folgt er, welche Partei wählt er, welche Werte sind ihm wichtig, …? All diese Daten sollten nicht ungenutzt bleiben, sondern in den eigenen Überschriften verarbeitet werden.

Klare Kommunikation

Mit der Masse an Facebook-Postings, welche jede Minute in die Timelines der Nutzer ausgespielt werden, ist es eine Art Naturgesetz, dass manche Beiträge auch einfach untergehen. Um dies zu verhindern ist wichtig, dass die eigenen Überschriften eine ganz klare Kommunikation bieten, und dem Nutzer sofort zeigen, was ihn erwartet. Beispiel: statt

„Jetzt Musterparfüm kaufen und tolle Rabatte sichern“

sollte

„Musterparfüm – 40% reduziert“

verwendet werden.

Fazit

Überschriften sind das A und O eines erfolgreichen Artikels, so wie sie das A und O eines erfolgreichen Facebook-Postings sind. Und während es die Mittel der modernen Technik möglich machen, die eigenen Artikel immer präziser und genauer an die gewünschte Zielgruppe auszuspielen, so liegt es doch an einem selbst, diese Inhalte dann auch für diese Zielgruppe zu optimieren.

Dabei gilt natürlich, dass eine ultimative Formel schlicht und ergreifend nicht existiert. Wer seine Überschriften optimieren will, muss also wohl oder übel experimentieren, um einen Weg zu finden, der für einen selbst funktioniert. Viele Redaktionen veranstalten vor der Veröffentlichung eines Artikels sogar ein internes Brain-Storming, bei der so viele Überschriften wie möglich zusammengetragen werden, um daraus dann die stärkste zu wählen. Die hier vorgestellten Mittel und Methoden bieten dabei einen guten Startpunkt.

 

Bildquelle:

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