Bundesliga: Lizenzvergabe

Erst die Lizenzvergabe, dann auf's Spielfeld

Erst die Lizenzvergabe, dann auf’s Spielfeld

Die Lizenzvergabe in der Bundesliga gilt als die strengste Lizenzierung auf der Welt. Das ist auch gut so, sonst hätten wir in der Bundesliga Zustände wie in Italien, Spanien oder England, wo viele Präsidenten für ihre Mannschaften Unsummen an Spielertransfers und Spielergehälter ausgeben, welche die Vereine ins finanzielle Chaos stürzen.

Die deutsche Bundesliga umfasst in der 1. Liga 18 Vereine und in der zweiten Bundesliga ebenfalls 18 Vereine. Um in diesen Fußballligen mitspielen zu dürfen, müssen die einzelnen Vereine die Lizenz von der DFL, der Deutschen Fußball Liga, zugeteilt bekommen.

In diesem Lizenzierungsverfahren wird besonders darauf geschaut, ob der Verein genügend Geld hat, um die kommende Spielzeit in der Bundesliga durchziehen zu können. Das ist der Grund, warum seit Gründung der Bundesliga noch kein einziger Verein während einer Saison aus finanziellen Gründen seine Mannschaft zurückziehen musste.

Weitere Gründe für die erfolgreiche Erteilung einer Lizenz für die Bundesliga sind die Größe des Stadions, eine ausreichende Anzahl an Sitzplätzen, Sicherheitsaspekte, die Infrastruktur (die Möglichkeiten der An- und Abreise der Fans sowie ausreichend Parkmöglichkeiten), rechtliche Gegebenheiten und medientechnische Aspekte.

Aber am wichtigsten ist natürlich die finanzielle Situation des Vereins. Clubs, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht wie den Top-Clubs Bayern München, Wolfsburg oder Leverkusen, werden genauer unter die Lupe genommen. Manche Vereine der Bundesliga müssen mit Auflagen rechnen, um die Lizenz zu erhalten. Es kann durchaus vorkommen, dass Clubs wegen des Verstoßes gegen die Auflagen mit einem Punkteabzug oder einer Geldstrafe in die Saison starten müssen.

Sollte einem Bundesligaverein wirklich einmal die Lizenz verweigert werden, folgt der unweigerliche Abstieg in die Amateurklasse. Dadurch rückt eine sportlich abgestiegene Mannschaft wieder nach oben.

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