Wartungsarbeiten: Internet wird abgeschaltet!

Ist das das Ende des freien Internets?!

Heute Abend wird in der Zeit von 18:00 bis 18:30 Uhr kurzfristig das Internet ausgesetzt.
In der offiziellen Begründung dafür werden Wartungsarbeiten genannt. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies in einer Erklärung darauf hin, dass die sehr kurzfristige Bekanntgabe auf geheime Absprachen mit den USA, Russland und China zurückzuführen ist. Die Nutzer müssten sich überdies darauf einstellen, dass derartige Maßnahmen auch in Zukunft wieder notwendig werden könnten.

Terrorgefahr als Grund für Wartungsarbeiten?

Der Hintergrund der aktuellen temporären Abschaltung wird damit begründet, dass es zu ernst zu nehmenden Versuchen durch IS-Terroristen gekommen sein soll, das Netz vollständig unter die eigene Kontrolle zu bringen. Bedeutet dies nun das Ende des freien Internets?

Diese wichtige Frage beschäftigt Milliarden Menschen weltweit, und die Meinungen darüber gehen durchaus auseinander. Auf der einen Seite existiert eine globale Terrorgefahr. Zu deren Eindämmung sind ersten Emnid-Umfragen zufolge 32,7 Prozent der europäischen Internetnutzer zu Einschränkungen in ihrer persönlichen Freiheit im Netz bereit. Auf der anderen Seite äußern die bekennenden Gegner derartiger Maßnahmen ihre Sorgen mit Blick auf die daraus folgende Einschränkung der Meinungsfreiheit und streben bereits eine verfassungsrechtliche Prüfung durch das Bundesverfassungsgericht an.

Viele Menschen wollen die halbe Stunde tatsächlich nutzen, und Sport treiben, oder sich mit anderen Menschen treffen...

Viele Menschen wollen die halbe Stunde tatsächlich nutzen, und Sport treiben, oder sich mit anderen Menschen treffen…

Die Terroranschläge in Frankreich und Belgien sowie auch die kürzliche Äußerung des französischen Präsidenten François Hollande, dass wir uns alle in einer Kriegssituation befinden, könnten dabei von ausschlaggebender Bedeutung sein.

Es ist klar, dass eine weltweite Internetabschaltung nicht kurzfristig machbar, sondern von langer Hand zu planen ist. Daher ist in diesem Fall die Frage berechtigt, wie lange diese Aktion tatsächlich bereits geplant war, und wie es dazu kam, dass ausgerechnet Europa und die USA Hand in Hand mit China, und was noch irritierende ist: unter Einbeziehung und mit dem Segen Putins diesen Konsens jetzt gefunden haben?

Erst vor 2 Stunden hat Wikileads die gesamten Informationen über diesen ominösen Deal hochgeladen, aber bereits nach 3 Minuten war alles schon wieder vollständig gelöscht. Zur Einsicht standen etliche Unterlagen zu diesem MoU (memorandum of understanding) dieser Länder, die ganz sicher viele Bürger in Unruhe versetzt hätten. Was auf den ersten Blick offenkundig wurde, war, dass die Planungen für das heutige Abschalten des Internets bereits im Jahre 2011 anliefen, zufällig gleich nach dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges im politischen Kontext des Arabischen Frühlings, was zu einem schnellen Erstarken des IS geführt hatte.

Internet wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet - Ein Schock für viele Menschen

Internet wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet – Ein Schock für viele Menschen

Abschaltung des Internets schon lange in Planung!

Die ursprünglich gesetzten Meilensteine mussten dann sogar verschoben werden wegen der Differenzen zwischen Washington und Moskau, die sich aus der Snowden-Affäre ergaben. Das russische Asyl für den Verräter Edward Snowden und dessen verweigerte Auslieferung betrachteten die USA geradezu als Affront und zugleich als Ohrfeige für Barack Obama.

Nun scheinen sich fast die Wogen zu glätten, da ausgerechnet das „Enfant terrible“ Donald Trump realistische Aussichten auf das Weiße Haus gewinnt. Er war es immerhin, der bereits eine Vision angekündigte, mit dem russischen Präsidenten Putin durchaus auf Augenhöhe zusammenarbeiten zu können. In seinem typischen Stil fehlender Political Correctness äußerte sich Trump dahin gehend, dass er „in der Figur Snowden, die verraten hat, was schon längst alle wussten, gar keine Gefahr sieht, wohl aber in Tausenden von Mexikanern, die ohne Mauer täglich sein Gelobtes Land überfluten.“

Dass unsere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zumindest wieder eine Annäherung zwischen Europa und Russland mit der wundersamen Konsequenz, dass Putin zumindest der wohlwollenden Billigung des neuen (Internat)Paktes einen gewissen Charme abtrünnig machen könnte. Der spontane Besuch Seehofers in Moskau hinter Merkels Rücken für „Gespräche“ und der gleichzeitig vollkommen unerwartete Abzug des russischen Militärs aus Syrien erscheinen jetzt vielen in einem ganz anderen Licht.

Superhacker Kim „Dotcom“ Schmitz soll es richten

In diesem Umfeld ist es nur zu verständlich, dass Angela Merkel ihr Zepter noch nicht abgeben darf, denn Deutschland hat gerade in diesem Sumpf noch einen überzeugenden Trumpf in der Hand. Was wir jetzt dringend brauchen, ist ein „Superhacker„, und der heißt Kim Schmitz, den meisten eher bekannt als Kim Dotcom, der über die deutsche und die finnische Staatsbürgerschaft verfügt. Er wurde bereits damit beauftragt, ein möglichst fehlerfreies Relaunch des Internets zu konzipieren und auch zu realisieren. Man darf dies wohl auch als kleine Spitze Merkels gegen Donald Tramp verstehen, der sie im Rahmen seines Wahlkampfes in aller Öffentlichkeit als „crasy“ mit Bezug auf ihre Flüchtlingspolitik bezeichnete.

Und die Chinesen sind mit von der Partie, weil ihnen das freie Internet sowieso schon lange ein Dorn im Auge ist. In diesen neuen Zeitgeist reiht sich ebenso das Verlangen Erdogans ein, der gerade am letzten Dienstag den deutschen Botschafter in der Türkei einberufen hat, um einen kritischen Internet-Sketch zu löschen.

Ganz offensichtlich wusste auch Erdogan bereits Bescheid über die bevorstehenden „Wartungsarbeiten“ im Internet und wollte die bevorstehende Abschaltung nutzen, um Kritik an seiner Person komplett beim Neustart unter den Tisch zu kehren.

Im Übrigen werden viele Nutzer die Internetabschaltung nicht einmal bemerken. Eilends wurden in den USA ganze Server-Cluster eingerichtet, um auf die Aufrufe von Internetseiten zumindest optisch reagieren zu können. Allein die Aktionen der Nutzer, wie zum Beispiel Bestellungen bei Amazon laufen auf diesen „Fake-Seiten“ vollkommen ins Leere.

Entspannen Sie sich also und lehen sich zurück. Heute zwischen 18:00 und 18:30Uhr sollten Sie auf die Strasse gehen und die Freiheit feiern.

Bildquelle: bigstock-ID-113798588-by-Flynt

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