Terrorwarnung aktuell: Weltweite Terrorwarnung der USA

Vor zwei Wochen kamen in Paris rund 130 Menschen bei Terroranschlägen ums Leben, viele sind immer noch schwer verletzt. Kürzlich folgte ein Anschlag im krisengeschüttelten Mali. Aufgrund der wachsenden Bedrohung durch den internationalen Terrorismus hat das State Department am 24. November 2015 einen sog. „“Travel Alert“ für alle Weltregionen veröffentlicht, eine Terrorwarnung, die zunächst bis zum 24. Februar 2016 befristet ist. Alle US-Bürger sind gehalten, bei Reisen ins Ausland besondere Vorsicht walten zu lassen.

Warum eine weltweite Terrorwarnung?

Eine weltweite Terrorwarnung des State Department ist selten der Fall. Allerdings liegen laut der Behörde nach dem Massaker von Paris Informationen für weitere Anschläge vor. Obwohl die Gefahr durch terroristische Aktivitäten seit dem 11.September 2001 generell gestiegen ist und die meisten Reiseziele nicht gefährlicher sind als zuvor, geht man davon aus, dass es Orte gibt, die aktuell für Anschläge besonders interessant sind: Dies sind Events wie Sportveranstaltungen oder Konzerte, aber auch Theater, Bahnhöfe, Hotels, Märkte und religiöse Stätten. Das State Department spricht dabei von „increased risk“, von einer erhöhten Gefahr.

Die genannten Orte werden auch als symbolische Orten umschrieben, da Anschläge an solchen Destinationen sehr viele Menschen treffen, das Entsetzen entsprechend groß und demzufolge die Medienaufmerksamkeit enorm ist. Demzufolge ist Wandern im Allgäu nach wie vor nicht besonders gefährlich. Da die USA als Hauptakteur in den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten gelten, geht man davon aus, dass US-Bürger als Zielscheibe besonders gefährdet sind. Als Täterkreise vermutet man Organisationen wie man den IS, Al-Quaida, Boko Haram, aber auch sog. „Einsame Wölfe“: Soldaten, die aus Syrien oder dem Irak radikalisiert zurückkehren und womöglich auf eigene Faust Anschläge verüben.

Den Terror vor der Haustüre

Die weltweite Terrorwarnung umfasst dabei zahlreiche Aspekte des alltäglichen Lebens: Es ist verstärkt mit Sicherheitskontrollen zu rechnen, Wachsamkeit in der Öffentlichkeit und in öffentlichen Verkehrsmitteln wird gefordert, Vorsicht in der Freizeit ist geboten und größere Menschenansammlungen sollen gemieden werden. Es handelt sich somit um tiefe Einschnitte in den Alltag der Menschen, was deutlich macht, dass der Terror mittlerweile allgegenwärtig geworden ist. Auch Deutschland ist von dieser Gefahr nicht ausgenommen. Als wichtiges NATO-Mitglied, enger Verbündeter der USA und starker EU-Partner ist die Bundesrepublik ebenfalls im Visier von Terroristen. Ebenso wie bei anderen europäischen Ländern dürfte sich dies auf die Zahl der Touristen aus den USA auswirken, die fürchten, hier zur Zielscheibe zu werden. Die Beliebtheit Deutschlands bei nordamerikanischen Touristen ist hinlänglich bekannt. Es ist davon auszugehen, dass die Bundesrepublik ebenso wie Frankreich zum terroristischen Ziel werden könnte. Ensprechende Hinweise lagen den Behörden bereits vor.

Konkrete Angaben im „Travel Alert“

Das State Department hat in seiner Terrorwarnung zahlreiche Verhaltensregeln für US-Bürger für Aufenthalte im Ausland zusammengestellt:

  • Wachsamkeit in der Öffentlichkeit, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Meidung größerer Menschenansammlungen
  • Vorsicht in der Freizeit und bei Freizeitaktivitäten
  • Nachrichten und lokale Sender verfolgen
  • Kontakt mit Familienangehörigen halten
  • Befolgung der Maßgaben und Sicherheitshinweise örtlicher Behörden
  • Berücksichtigung aktueller Veränderungen hinsichtlich persönlicher Reisepläne
  • mit verstärkten Sicherheitskontrollen und Reiseunterbrechungen rechnen

Zudem wird die Registrierung im STEP (Smart Travel Enrollment Program) zur leichteren Lokalisierung im Falle von Gefahr dringend angeraten.

Weitere Informationen für US-Bürger

Um die Gefahreneinstufung einzelner Länder zu erfahren, bietet sich die Website des State Department an (wo übrigens auch sämtliche Konsulate und Botschaften gelistet sind): Das State Department ist mit dem Auswärtigen Amt zu vergleichen. Die Behörde ist aus den USA und Kanada außerdem unter der kostenfreien Rufnummer 01-888-407-4747 oder aber aus dem Ausland unter 1-202-501-444 erreichbar. US-Bürger erhalten hier alle notwendigen Informationen.

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