Die Griechenland Krise – Die Griechen gehen Bankrott

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 70 Prozent der Griechen in der Eurozone verbleiben wollen. Trotz aller Unkenrufe zum Trotz, glauben die griechischen Bürger weiter an den Euro. In der Griechenland Krise sieht der griechische Finanzminister Varoufakis nicht weniger, als den Beginn der Auflösung Europas. Um im Euro bleiben zu können, würden die Bürger sogar weitere harte Sparmaßnehmen akzeptieren, dass kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Griechenland mit Riesenschritten auf den Staatsbankrott zusteuert.

Menschen verunsichert aufgrund drohender Pleite

Viele Menschen sind in der Griechenland Krise zurecht verunsichert, denn die Sorgen um die drohende Pleite und die verfahrenen Verhandlungen zur Freigabe weiterer Hilfsgelder treiben viele Bürger um. Ein Ende der Abwärtsspirale ist immer noch nicht absehbar, doch trotz aller Auseinandersetzungen zwischen den Geldgebern und der Athener Regierung wünscht sich die Mehrheit der Griechen nicht nur ein schnelles Ende des Schuldendramas, sondern auch einen dauerhaften Verbleib in der Eurozone.

Tsipras gibt Geldgebern eine Mitschuld

Man ist sich indes bewusst, dass dies ohne wirklich einschneidende Reformen nicht möglich sein wird. Die Mehrheit der Bürger geht inzwischen davon aus, dass die griechische Regierung trotz der Streitigkeiten mit den Gläubigern am Ende nachgeben und die geforderten Sparmaßnahmen der Gläubiger vollumfänglich akzeptieren wird. Die Börse reagiert mittlerweile auf jeden kleinen Ausschlag in der Griechenland Krise. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras geht mit den Geldgebern scharf ins Gericht und attestiert ihnen gar eine kriminelle Mitverantwortung an der Krise seines Landes. Man habe die Belastungsgrenze des Machbaren bereits überschritten und bereits viele Wahlversprechen gebrochen, um den Geldgebern entgegen zu kommen, so der aktuelle griechische Premierminister. Noch muss sich Tsipras scheinbar keine Sorgen machen, dass sein Konfrontationskurs mit den Europartnern sich in der Wählergunst negativ auswirkt.

Sonderkonferenzen in Brüssel

Aktuelle Umfragen zeigen deutlich, dass Tsipras` Linksbündnis Syriza aus Neuwahlen mit etwa 35 Prozent als stärkste politische Kraft hervorgehen würde. Die konservative Partei könnte nur mit etwa 23 Prozent der Stimmen rechnen. Mitten in der Griechenland Krise gibt es bereits Berichte über Notfallpläne für ein eventuelles Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Bei den Geldgebern wächst die Sorge, dass die Verhandlungen über den Schuldenstreit endgültig scheitern könnten. Falls den Finanzministern der Eurozone keine Einigung mit dem hochverschuldeten Griechenland gelingt, dann soll in Brüssel eine Sonderkonferenz der europäischen Staatschefs zeitnah einberufen werden. Doch selbst von diesem geplanten Treffen auf höchster Ebene sehen Finanzexperten auch weiterhin keinen Durchbruch zur endgültigen Überwindung der Griechenland Krise. Um einen Ansturm auf die Banken in Griechenland zu verhindern, sehe ein weiterer Plan vor, die Kontrolle über den griechisch-europäischen Zahlungsverkehr vorzubereiten.

Varoufakis sieht Griechenland als Opfer

Indes gießt der griechische Finanzminister Varoufakis mit einigen seiner Äußerungen abermals Öl ins Feuer. Varoufakis machte deutlich, wie wenig er eigentlich von den Reformvorschlägen der Gläubiger hält und drohte den Geldgebern erneut mit Verweigerung, was erneut die Sorge vor einer Eskalation schürt. Nach den Aussagen Vaoufakis` forderten die Gläubiger mit Sadismus gerade diejenigen Bürger zu weiteren finanziellen Belastungen auf, die bereits schwer von der Krise gezeichnet sind. Logische Vorschläge zur Überwindung der Griechenland Krise wolle man weiterhin vorlegen, wenn jedoch Europa an der Erniedrigung Griechenlands festhalte, werden die Gläubiger die Auflösung Europas ertragen müssen, so Varoufakis.

Griechenland grundsätzlich bereit für Einigung – wirklich?

Griechenland gibt den Vertretern der Gläubiger Institutionen die alleinige Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Die Gläubiger sehen viel zu wenig Kompromissbereitschaft auf griechischer Seite, um dies zu dokumentieren, wurden sogar Details aus eigentlich vertraulich geführten Verhandlungen und Gesprächen veröffentlicht. Nur eines von vielen Indizien, wie verärgert Brüssel über die Regierung in Griechenland zu sein scheint. Dennoch betonte Griechenland gerade in den letzten Tagen immer wieder, dass es grundsätzlich jederzeit bereit sei, gemeinsam mit den europäischen Partnern eine Lösung zur Überwindung der Griechenland Krise zu finden. Voraussetzung sei jedoch zwingend, dass die Diplomaten von EU, EZB und IWF mit einem aus griechischer Sicht klaren und harten Konzept an den Verhandlungstisch kommen. Die EU-Kommission bestätigte inzwischen das Entgegenkommen Griechenlands beim sogenannten Primärüberschuss und für 2015 einen Haushaltssaldo ohne Schuldendienst von 1 Prozent. Doch trotzdem ist eine Einigung leider nicht zustande gekommen.

Griechenland setzt der EU unbestätigte Zahlen vor

Denn nach den Angaben der EU konnte Griechenland mit keinem Dokument belegen, durch welche genauen Maßnahmen die Ziele zum Primärüberschuss erreicht werden sollten. Nach den Darstellungen der EU-Unterhändler wurden von griechischer Seite einfach nur Zahlen aus dem Hut gezaubert, die durch nichts belegt oder fundiert untermauert werden konnten. Die Zeit der allerletzten Chancen für erfolgreiche Verhandlungen zur Überwindung der Griechenland Krise scheint nun endgültig angebrochen, denn das Zeitfenster, in welchem doch noch eine einvernehmliche Lösung möglich ist, scheint sich binnen Tagesfrist unwiderruflich zu schließen. Noch ist absolut keine entscheidende Wende bei den wirklich schwierigen Verhandlungen in Sicht, die Fronten gelten seit längerer Zeit als verhärtet, beide Seiten haben sich klar positioniert und vertreten hartnäckig und unnachgiebig ihre Standpunkte.

Notfallpläne als letzte Hoffnung

Zusammenfassend kann zum aktuellen Stand in der Griechenland Krise gesagt werden, dass der Ausgang trotz aller verfahrenen Verhandlungen dennoch völlig offen ist. Die Griechen wünschen sich einen Verbleib in der Eurozone und eine baldige Einigung im Schuldendrama. Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis spricht von der Erniedrigung seines Landes und will sich nicht derart von den Vertretern der Eurozone behandelt lassen, weshalb er auch weiterhin mit Verweigerung droht. In der gesamten Eurozone läuten daher die Alarmglocken in Form der prophylaktischen Ausarbeitung von Notfallplänen, falls die Verhandlungen endgültig scheitern und eine Staatspleite unausweichlich ist.

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