Prüfungsangst

Prüfungsangst ist ein Phänomen, das viele Menschen kennen. In der Schule vor Klausuren, im Studium bei Prüfungen oder auch schon bei schriftlichen Tests. Die Prüfungsangst zeigt sich zu vielen Gelegenheiten, bei denen wir und unser Können auf dem Prüfstand stellen müssen. Auch vor dem freien Sprechen haben viele Menschen Angst, genauso wie bei Hospitationen von Vorgesetzten, die die Arbeitsweise kontrollieren. 

Es geht vor solchen Prüfungssituationen vieles in den Betroffenen vor. Man könnte versagen, beim freien Sprechen etwas Dummes sagen oder tun, vor der gesamten Gruppe stolpern oder mehrmals einen Stift fallen lassen, sich verhaspeln und stottern… Zudem führt Prüfungsangst bei einigen Menschen zu einer Art Denkblockade, die das bis dato Gelernte plötzlich vergessen macht oder verhindert, dass auf Fragen richtig geantwortet werden kann. Das sogenannte „Blackout“ ist häufig eine Folge der Prüfungsangst, man kann sich an nichts mehr erinnern, das Gehirn scheint nicht mehr richtig zu funktionieren und man hat das Gefühl, alles vergessen zu haben, was man gelernt hat.

Dieses Phänomen führte schon bei manchem Prüfling zum Nichtbestehen seiner Prüfung, ein Wissen, das die Betroffenen auch haben und das es in dieser Situation oft noch schlimmer macht. Der enorme Druck, der schon während des Lernens aufgebaut wird, kann nicht richtig verarbeitet werden und führt dann zu diesen Ausfällen. Schlimmer wird es meist, wenn bereits negative Vorerfahrungen gemacht worden sind. Oft reicht ein einziges, für Außenstehende unbedeutendes Erlebnis und schon entwickelt sich ein Leben lang Prüfungsangst. Körperliche Symptome wie Schwitzen, häufiger Harndrang, Erröten und Zittern kommen hinzu.

Eine gewisse Angst vor Prüfungen ist allerdings normal und sogar förderlich für die Leistungsfähigkeit, fanden Forscher heraus. Bei solch enormer Prüfungsangst jedoch sollten Maßnahmen ergriffen werden, die die Situation für den Betroffenen erträglicher machen. Es gibt einige Methoden, die helfen können, die Ruhe zu bewahren. Dazu gehören zum Beispiel gezielte Atemtechniken, progressive Muskelrelaxion nach Jacobsen oder Selbsthypnose. All diese Methoden sind schnell lernbar und teilweise sogar durch das Internet frei zugänglich gemacht worden. Sie fallen in den Bereich Entspannungstechniken und nicht, wie einige annehmen mögen, in den Bereich der Esoterik. Forscher haben zudem herausgefunden, dass es nicht ratsam ist, direkt vor der Prüfung noch mal zu lernen. Das verunsichert und verschlimmert oft die Prüfungsangst. Meditation, Kreuzworträtsel lösen und alles, was sonst noch auf den Betroffenen entspannend wirkt, kann gegen Prüfungsangst helfen. Wichtig ist Ablenkung und sich in einen Zustand der Ruhe zu versetzen. Viel Kaffee und Zigaretten sollten daher vermieden werden.

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