Wertpapiere für die Altersvorsorge

Während sich viele Menschen bei der Altersvorsorge allein auf die gesetzliche Rente verlassen, investieren andere zusätzlich in Wohneigentum oder Wertpapiere. Was fällt alles unter die Kategorie Wertpapiere? Im Anlegeralltag werden Begriffe sehr unterschiedlich verwendet. Die Rede ist dabei von Aktien oder von festverzinslichen Wertpapieren. Unabhängig vom üblichen Sprachgebrauch der Börsianer gibt es hinsichtlich einer Definition sowohl juristische als auch wirtschaftswissenschaftliche Formulierungen und Unterschiede der Begriffe. Wertpapiere sind im allgemeinen Urkunden, die ein bestimmtes Recht verbriefen.

Wer im Besitz der Urkunde ist, hat einen Anspruch auf dieses Recht. Derartige zugesicherte Rechte tragen die Bezeichnung „verbrieft“, da sie auf einem Wertpapier schriftlich festgehalten sind. Grundsätzlich müssen sie nicht personengebunden sein. Es können alle möglichen Rechte auf einem solchen Schriftstück verbrieft sein. Dazu zählen Geldforderungen, Vermögensrechte, Mitgliedschaftsrechte oder Anteilsrechte. Laut Wertpapierhandelsgesetz müssen Wertpapiere an einem Markt handelbar sein, um diese Bezeichnung tragen zu dürfen. Demnach gehören Investmentzertifikate gleichfalls zu den Wertpapieren.

Interessant für Anleger sind vor allem verbriefte Vermögensrechte, wie sie Anleihen, Sparbriefe, Wechsel und Schecks darstellen. Im juristischen Sinne handelt es sich hierbei sogenannte „Schuldrechtliche Wertpapiere“. Andererseits können Wertpapiere natürlich ebenso Rechte an Sachen verbriefen. Das betrifft beispielsweise das Eigentum und das Recht an Sachen wie Immobilien und Grundstücken. Sachenrechtliche Wertpapiere stellen unter anderem Hypotheken- oder Grundschuldbriefe dar. In Finanzkreisen werden Wertpapiere sehr oft mit Aktien gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich hier um eine besondere Form der Verbriefung. Ein derartiges Wertpapier sichert dem Inhaber die Mitgliedschaft in einer Aktiengesellschaft und die Teilhabe am Unternehmen zu.

Für die Geldanlage stehen zahlreiche Wertpapierarten zur Verfügung. Auch wenn bei einigen Investments hohe Gewinne locken, ist längst nicht jedes Wertpapier für die Altersvorsorge geeignet. Aktien, Fonds und Anleihen spielen hinsichtlich der Kapitalanlage und Altersvorsorge für den Privatanleger eine wichtige Rolle. Festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen, Pfandbriefe und Kommunalverschreibungen eignen sich dabei für sicherheitsbewusste Anleger. Sicherheit bringt eine garantierte Verzinsung für die gesamte Anlagedauer. Diese Schuldverschreibungen werden unter anderem von Banken, von der öffentlichen Hand (Bundesanleihen) und von Industrieunternehmen ausgegeben.

Die Ertragschancen sind dabei unterschiedlich. Je sicherer der Herausgeber der Anleihen zu bewerten ist, desto geringer fällt die Rendite aus. Allerdings zahlt der Emittent erst zum Ablauf der Anlagefrist den Anleihebetrag in voller Höhe zurück. Der Anleger muss daher ein Kursrisiko beachten. Der vorzeitige Verkauf kann trotz Zinszahlungen zu einem Verlust führen. In Zeiten der Wirtschaftskrise kann der Einstieg in Unternehmensanleihen oder Aktien durchaus lohnenswert sein. Denn Unternehmen müssen in solchen Zeiten besonderen Wert auf ihre Bilanzen legen. Anlegern bleiben somit womöglich spätere Enttäuschungen erspart. Investments in Wertpapiere großer marktbestimmender Firmen sind hierbei erste Wahl.

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